Bericht 2019

Die Internationale Fachtagung Westwalltag 2019

Vom 27.09.2019 bis zum 29.09.2019 fand die diesjährige Internationale Fachtagung Westwalltag 2019 im Saarland im Raum Merzig statt.

A01 Freitag LaudrefangDer Tag 1, der Freitag, 27.09.2019, begann mit der Besichtigung des Bloc 3 des Infanteriewerkes "Laudrefang". Dieser Bloc wird seit 11 Jahren von einem unermüdlichen Betreuer-Team gehegt und gepflegt. Wieviel Arbeit dahinter steckt, ein solches Bauwerk für Besucher zugänglich zu machen, konnten wir sowohl außen als auch innen sehen.

A02 Freitag GFM BDer Abschnitt um das Infanteriewerk Laudrefang bzw. dessen Bloc 3 ist für Festungsforscher besonders interessant, da dort sowohl cloche GFM des Typs A als auch cloche JM des Typs A durch den Einbau von Schartenblenden des Typs B bzw. von Armes Mixtes kampfwertgesteigert wurden. Von den "alten" eckigen Scharten des Typs A ist dabei nur noch ganz wenig zu sehen.

Das südlich des P.O. Laudrefang gelegene Infanteriewerk Téting, das gleichzeitig den Abschluss der Region Fortifié de Metz bildet, schauten wir uns von außen an. Dort hatte nicht nur der Zahn der Zeit genagt sondern wie am "Laudrefang" im Juni 1940 auch die deutsche Artillerie. Dank des unermüdlichen Gästeführers der https://www.facebook.com/Aspolt/ wurden die gelegentlichen Regengüsse ignoriert. Vielen Dank, Julien, für diesen interessanten Tag in der Maginot-Linie.

Der abendliche Vortrag am Westwalltag-Freitag war den gebauten und geplanten schweren Marinebatterien im Saarland, in der Westpfalz und im Saar-Mosel-Dreieck gewidmet, die mit Kalibern bis 40,6 cm ausgestattet worden wären.

B01 Samstag B-WerkAm Samstag des Westwalltags begann die Begehungsrunde mit einem ausführlichen Besuch des B-Werks Besseringen, dem letzten intakt erhaltenen B-Werk der Westbefestigungen (von einst 32). Neben der Anzahl an Panzertürmen zeichnen sich die B-Werke durch den dort vorgehaltenen Maschinengranatwerfer M19 sowie den Festungsflammenwerfer aus. Während der M19 die Umgebung im Verbund mit den beiden Sechs-Schartentürmen verteidigen sollte, diente der Festungsflammenwerfer der Nahverteidigung.

B02 Samstag 3-SchartenturmVom B-Werk aus ging es am Uferhang des Saartals steil bergauf und bergab. Dabei wurde deutlich, mit welchem Aufwand einige Bauwerke in den Steilhang eingebaut wurden. Doch auch in der Ebene warteten einige Anlagen wie dieser 3-Scharten-Turm direkt an der Saar darauf entdeckt und fotografiert zu werden.

Der Samstag schloss mit einem Vortrag von Uwe Benkel von der Arbeitsgruppe Vermisstenforschung, bei dem die Schicksale mehrerer vermisster Flieger, die im 2. Weltkrieg abgeschossen wurden, aufgezeigt wurden.

C01 Sonntag TechnikNach zwei Tagen im Festungsbau der 30er Jahre erfolgte am Sonntag des diesjährigen Westwalltags der Zeitsprung in den Kalten Krieg. Auch wenn dieser Zeitabschnitt erst vor 30 Jahren zu Ende ging ist der Technologiesprung zu heute beachtlich. Allerdings funktionierte die damalige Fernmeldetechnik im Gegensatz zur heutigen auch im Bunker.

C02 Sonntag AusweichsitzAuch "Kalte Krieger" sind interessante Studien- und Fotografie-Objekte.

Der Dank gilt den Organisatoren und den Teilnehmern für die Unterstützung, ohne die eine solche Veranstaltung nicht in ununterbrochener Folge seit 1985 durchgeführt werden könnte.

Die Internationale Fachtagung Westwalltag 2020 findet vom 18.09.2020 bis zum 20.09.2020 statt. Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.westwalltag.de und auf Facebook unter „Westwalltag“.

Westwalltag_Nnbanner